Donnerstag, 25. November 2010

Review: Machete

Machete
Jahr: 2010
Genre: Action
FSK: Ab 18



Seit dem der Drogenbaron Torrez (Steven Seagal) vor drei Jahren seine Familie niedermetzeln ließ, lebt der ehemalige mexikanische Polizist Machete Cortez (Danny Trejo) als illegaler Einwanderer in den US of fuckin‘ A. Dort verdient er sich als Tagelöhner, der unter anderem Reparaturarbeiten erledigt. Eines schönen Tages bittet der zwielichtige Michael Booth (Jeff Fahey) Katana… falsch… Machete darum, den rassistischen Senator McLaughlin (Robert De Niro) zu erschießen. Dieser will, wenn er wiedergewählt wird, härter gegen illegale Einwanderer vorgehen, die über die Amerikanisch-Mexikanische Grenze ins Land stolpern. In seiner Freizeit betätigt dieser sich im Übrigen als Hobby-Jäger und knallt gerne Mexikaner-Einwanderer über den Haufen („Willkommen in Amerika!“).




Der Chef der Bürgerwehr (Don Johnson), mit dem McLaughlin auf die skrupellose Menschenjagt geht, ist noch ne Spur krasser drauf: Der knallt kaltblütig ne schwangere weg, da ja das Kind, wenn’s in den USA auf die Welt gekommen wäre, rechtlich gesehen Staatsbürger von eben jenen wäre.
Ein übler Kerl also, der Senator (Im Film „Sennätter“ geschprochen… wem‘s gefällt…). Machete sagt zu, nachdem Booth ihn ein wenig Überzeugen musste. Seine Belohnung von 150.000 US-Dollarez gibt Machete der Tacco Verkäuferin Luz (Michelle Rodriguez), welche zum „Netzwerk“ gehört, welches illegalen Einwanderern hilft, über die Grenze zu gelangen.



Als Machete den Auftrag ausführen will, wird er von einem von Booths Männern angeschossen. Derselbe schießt daraufhin dem Senator ins Bein. Nun denkt alle Welt, dass irgendein illegaler Einwanderer McLaughlin töten wollte, was dem Wahlkampf des Senators nur gut tut.
In einem Krankenhaus wird Machete vom Netzwerk zusammengeflickt, kann den Häschern Booths entkommen (Unter anderem schwingt er sich an einem Darm, an dem dessen Besitzer noch dranhängt, durch ein Fenster!) und macht sich nun auf, seine Feinde zu töten (Und nebenbei will er noch herausfinden, weshalb das alles geschieht)…



Woohoo! Ich sag’s sofort: Der Film rockt! Nicht ganz so über-derb, wie der Fake-Trailer, auf den der Film basiert, aber er geht schon ab. Es dürften fast alle Szenen des Fake-Trailers im Film auftauchen, aber dies sind nicht alle besten Szenen des Filmes.
Ab und an hat der Film ein paar Längen, welche aber verschmerzt werden können. Auch die ernsteren Szenen überzeugen und in seinen übertriebenen Actionszenen geht der Film wahrlich auf. Machete schnetzelt sich unnachgiebig durch seine Gegner. Die Actionsequenzen sind wirklich brutal gemacht und sind generell echt übertrieben. Manchmal geht die Übersicht dank der hektischen Schnitte flöten, aber groß stören tut das Gott-Sei-Dank nicht. Eine der seltsamsten Szenen ist aber am Ende des Films Seagals Todeszene (Kommt schon, wer hat DAS nicht erwartet, oder?), muss man einfach gesehen haben.



Schauspielerisch gibt es die volle Bandbreite: Steven Seagal ist so emotionsgeladen und wandlungsfähig wie immer*hust* (Obwohl man ihm den Bösen sogar abnimmt), Michelle Rodriguez ist nicht so tough wie in Resident Evil, aber so.. öh… fröhlich (Ich weiß grad nicht, wie ich's besser beschreiben kann) wie in Avatar ist sie auch nicht, Robert De Niro spielt gut, ist etwas unterfordert, aber er scheint Spaß zu haben, Cheech Martin, der Machetes Bruder, Padre Cortez, spielt, geht absolut in Ordnung, Jessica Alba ist keine totale Fehlbesetzung, schrammt aber haarscharf dran vorbei, Jeff Fahey und Lindsay Lohan haben mir gut gefallen und Danny Trejo ist wie immer der mies gelaunte, angefressen ausschauende, harte Typ.




Fazit: Blanke Brüste und nackte Haut (Unter andrem von Jessica Alba, die allerdings in Wirklichkeit Klamotten trug, welche nachher digital entfernt wurden. Warum auch immer. Man sieht weder ihre nackten Brüste, noch sonst was.), Schwert- bzw. Macheten-Gekloppe, wilde Schießereien, viel Blut und generelle Übertreibung bei der Action, dazu noch n paar echt coole Sprüche („Bitte Vater, hab Erbarmen!“ „Gott hat erbarmen, ich nicht.“) machen den Film nicht rundum perfekt, aber dennoch sehr empfehlenswert. Erwartet aber kein Action-Dauerfeuer!

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